Zum 450. Geburtstag von Giovanni Gabrieli haben wir ein Konzertprogramm mit seinen Kompositionen und denen seiner Zeitgenossen zusammengestellt. Seine zweichörigen Werke haben wir mit Bläserquartett und Orgel in Zusammenarbeit und Zusammenspiel mit den jeweiligen Kirchenmusikern vor Ort aufgeführt.
Warum sollen Zugaben nur am Ende eines Konzertes gespielt werden?
Warum nicht ein Konzertprogramm nur aus diesen Zugabenstücken zusammenstellen?
Triumpfmarsch aus "Aida"
"What A Wonderful World"
Wagners "Walkürenritt" als Cha-Cha-Cha
Ein Bayerischer Zwiefacher
Ein Gospelsong
...
Die Frage ist dann nur: Was spielt man als Zugabe?
Über mehrere Jahre wurden wir vom Finanzministerium und anderen Finanzbehörden für Festakte, Ernennungen und Verabschiedungen von Präsidenten, Verleihungen von Ehrenmedallien und Ehrenpreisen gebucht. Alle Veranstaltungen fanden in den Sälen der Münchner Residenz und der Allerheiligen-Hofkirche statt.
Dabei konnten wir auf die musikalischen Wünsche der Veranstalter und/oder der zu ehrenden Personen eingehen. Ein Präsident bestellte "ein Stück mit oder über Geld, aber nicht das von ABBA". Es war uns dann eine Ehre, "Money" von Pink Floyd auf diesem Festakt zu spielen.
Leider ging diese Zusammenarbeit genauso überraschend zu Ende, wie sie entstanden ist. Wahrscheinlich waren wir zu teuer?
Müssen Komponisten bereits tot sein, um ihre Werke aufzuführen?
Natürlich spielen wir gerne Werke der alten Meister!
Der Reiz liegt jedoch darin, gefällige Konzertprogramme zu erarbeiten und dabei
Werke unserer Zeitgenossen zu spielen (Musica viva) oder auch populäre Musik (Rock, Pop, Reggae, Ska)
für Bläserquartett zu arrangieren.
Unsere Lieblingskomponisten für diese Art von Konzerten sind:
Karl Jenkins
Mike Batt
Jacob de Haan
Christopher Tin und
Roy Wood.
Die Liste von Komponistinnen auf Wikipedia ist sehr umfangreich. Trotzdem fallen einem - wenn man direkt gefragt wird - kaum Namen dazu ein.
Wir planen demnächst, Konzerte ausschließlich mit Werken von Komponistinnen aus den verschiedensten Epochen zu gestalten. Es ist keine leichte Aufgabe, Originalwerke für Bläserquartett zu finden oder Kompositionen für unsere Besetzung zu arrangieren. Aber wir sind zuversichtlich ...
Mike Oldfield hat seit 1973 großartige, monumentale Instrumentalwerke geschaffen (Tubular Bells, Ommadawn), aber auch geniale Popmusik ("Moonlight Shadow", "Foreign Affair"). Als große Fans und Bewunderer seines kompositorischen Schaffens planen wir demnächst, geeignete Werke für uns zu bearbeiten (ggf. mit zusätzlichen Kollegen als "Münchner Bläserquartett and Friends"). Evtl. sind dafür noch juristische Hürden zu nehmen. Aber auch hier sind wir zuversichtlich ...